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Projekt Haus ad acta

Das einst gemeinsame Haus wurde versteigert. Und ein Traum von einem Altbau, ein Traum der geplatzt ist. Ok, eine Belastung ist auch weg. Ich kann bis heute nur sehr schlecht dran vorbeiradeln oder gehen. Es ist irgendwie immer noch mein Haus. Und jetzt wird (hoffentlich) jemand anderes damit glücklich. In unseren Badentwürfen. In unserem grandios ausgebauten Dachstuhl. In den 3 Kinderzimmern, welche sich unsere Kinder selbst aufgeteilt hatten. Auf dem antiken Holzdielenboden von 1905. Auf dem alten Terazzoboden im Eingangsbereich. Es tut immer noch weh und kommt mir so ungerecht vor. Aber dennoch, ich halte mich daran fest, dass irgendetwas anderes für uns sein wird. Es war unser gemeinsames Haus, und "gemeinsam" gibt es nun schon lange nicht mehr. Einziger Trost daran ist, niemand von uns wird darin wohnen, weder er noch ich. Tut mir einfach leid für die Kinder, die jahrelang wie die Karotte vor der Nase des Hasens gehalten bekommen haben:"Jaaa, bald habt Ihr Euer eigenes Zimmer!"
Ich weiß bis heute nicht, was dieses Haus für eine Aufgabe in unserem Leben darstellen sollte. Es hat uns Nerven gekostet und war vielleicht eine Nummer zu groß für uns. Obwohl wir durch zahlreichste Kontakte zu Handwerkern es locker fertig bekommen hätten, wenn....ja wenn da nicht diese dauernde Streiterei gewesen wäre. Über wer macht was und wieso machst Du nicht das und das. Es wurde als Macht- und Druckmittel benutzt. Ich hatte immer versucht, es als unsere (letzte) Chance zu präsentieren. So sah ich das auch, bis fast zuletzt.
Aber nun ist es weg. Unser Weg sollte bis zur Zwangsversteigerung gehen. Es war nicht besonders schön, das mitzuerleben. Ich hatte keine Möglichkeit, es alleine zu halten.
Als es dann an dieses Ehepaar wegging und die Versteigerung zu Ende war, hab ich geheult. Der Ex musste zwischendurch den Raum verlassen, weil er es auch nicht aushielt. Vor uns lag unser gesamtes Scheitern. Wir hatten es nicht geschafft, unseren Kindern eine sichere Familie geschweige denn ein schönes Heim fertig zu stellen.
So ist das. Ich bemühe mich, das Kapitel abzuschließen. Es fällt mir schwer, obwohl es nur Steine sind. Es ist das Symbol für unsere private Katastrophe.
Aber der Klotz am Bein ist weg, das geplatzte Darlehen gelöscht. Als letztes gemeinsames "Gut" sind nun nur noch die Kinder übrig.
Zu Hause ist da, wo ich bin. Zu Hause ist da, wo man sich niederlässt, egal ob Zelt in den Ferien, oder 3-Zimmer-Wohnung oder ein Blätterdach im Wald.
17.10.14 20:13
 


bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sibylle / Website (17.10.14 23:04)
Lass Dich einfach mal fest in Arm nehmen.


kiki / Website (19.10.14 16:51)
auch von mir eine feste umarmung.
und die gewissheit, dass du deinen weg weitergehst und findest.


grannysmith / Website (21.10.14 18:59)
ach herrje, nun ist es doch so weit gekommen... das tut mir unendlich leid.
wir sehen uns ja 'bald' (nicht wahr?!) und dann gibt's den drücker persönlich.

liebste grüsse
sab


antje / Website (29.10.14 23:03)
Drück' dich - wenn ich darf.

Kommt mal vorbei wenn ihr mögt - hier in Basel, im Sommer, zum rheinschwimmen ;-))
antje

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