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Nationalpark Canaima ~ Salto Angel

Direkt am Anfang der Reise ging es in den Canaima Nationalpark, der so unglaublich groß ist, dass man es kaum begreifen kann. Man fliegt ab Ciudad Bolivar mit einer Cessna ca. 1 Stunde in den Park.
Es war mein Geburtstag, besser kann ein neues Lebensjahr doch nicht beginnen.
Im Landeanflug sieht man die einzigartige Lagune von Canaima. Sie besteht aus 7 Wasserfällen, welche sich alle in ein Becken ergießen und einen großen Fluß nähren, der wiederum einen anderen großen Fluß namens Orinoco nährt.




Man glaubt nicht, dass man an einem Süßwasser-Strand steht. Der Sand ist fein und weiß und die Sonne brennt natürlich.
Das Wasser ist überall hier in der Gegend, auch in Guyana, braun-rot gefärbt durch den hohen Tanninanteil.
Nach einem Mittagessen ging es sogleich los in einem Boot quer durch die Lagune. Wir spazierten rings um die ganzen Wasserfälle herum, von oben, von der Seite, mit dem Boot unten herum gefahren, alles, was das Herz begehrt.
Der eindeutige Höhepunkt war aber das Durchlaufen hinter dem kompletten Wasservorhang des Salto El Sappo. Man zieht sich vor dem Ausflug bitte gleich Schwimmsachen an. Und nehme auch wieder die Baumwollsocken mit. Und wer hat, eine Unterwasserkamera oder eine dementsprechende Wasserhülle.
Salto El Sapo Film
Bei uns war die Regenzeit noch im vollen Gange, deswegen kamen wir in den Genuß der vollen Packung!
Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie laut Wasser sein kann.


Der beste Geburtstag seit Ewigkeiten. Ich war noch nie so gut geduscht!
Am nächsten Tag bestiegen wir unser Boot Richtung Salto Angel, dem höchsten Wasserfall der Erde. Man fährt ca 4 Std.durch eine unbegreifbar faszinierende Landschaft. Ich fand es überhaupt nicht anstrengend, langweilig oder sonstwie nervend, auf meiner kleinen Holzbank, bekleidet mit einer muffigen Schwimmweste, auszuharren, ab und an eine ordentliche Ladung Wasser abzubekommen und zwischendurch in den Stromschnellen ein echtes Wildwasserfeeling zu haben. Außerdem hatte ich die beste Reisebegleitung. Und man fotografiert sich halb kaputt.

Die ganze Zeit dreht sich alles nur darum, ob Salto Angel uns gnädigerweise einen unbewölkten Anblick bieten würde. Und dann, nachdem man unterwegs einen Fußmarsch durch Puripuriland (ich erwähnte sie schon...diese netten Stechfliegen?) oder einen Stop am "Happiness Pool" absolviert hatte (Anmerkung am Rande: Mit Sicherheit wurde der Happiness Pool, welcher eine kleine Wasserfall-Mündung mit Badebecken darstellte, nur deswegen so genannt, weil alle erleichtert endlich darin Pipi machen konnten!), der Fluß immer enger und holperiger wurde.....sah man ihn, und zwar so:

Wirklich,wir waren überwältigt. Man schreit förmlich auf, wenn man ihn plötzlich erblickt. Euphorie ohne Ende. Frei, ohne Wolken und voll im Abgang. Der Guide sagte, er sei so voll wie schon lange nicht mehr. Heilige Regenzeit sei Dank!

Aber noch waren wir nicht da. Es ging noch ein gutes Stück von hier aus mit dem Boot. Das sind Entfernungen, die wir Europäer einfach nur schwer begreifen.
Unser Boot brachte uns zuerst zu unserem Camp. Hängemattenübernachtung. Ich fand sie super, und ich habe übrigens ziemlich gut geschlafen. Tipp: Diagonal in der Hängematte ausbreiten, denn sie sind deswegen so breit!
Aber nach einem Mittagessen brachen wir sofort auf zum Wasserfall-Aussichtspunkt. Gute 1,5 Stunden Fußmarsch durch den Regenwald lagen noch vor uns.
Der Weg gab schon mal einen Vorgeschmack auf Roraima, war aber im Rückblick ein Kinderspaziergang.
Über verschlungene Wurzeln und rotbraune bis giftgelbe Rinnsäle, der Aufstieg zum Aussichtspunkt am Fuße des Wasserfalls war pures Klettern über dicke Felsbrocken. Unterwegs hörte ich ein Rauschen und Dröhnen, die Bäume bogen sich im Sturm, überall Wassertropfen,ich dachte, ui, das Wetter schlägt um, es war richtig ungemütlich geworden.
Erst, als ich oben ankam, begriff ich, dass der Wasserfall all dies erzeugt. Das Wasser kommt von 1km Höhe heruntergedonnert. Es kommt nicht stetig, nein, es fällt immer kaskadenartig und stoßweise herunter. Unterwegs wird es zur Mega-Gischt, welche den Regen und den Sturm erzeugt. Wirklich, Sturm! Die Bäume bogen sich in seiner Gewalt. Wie konnten die da nur existieren?
Ich war fassungslos. Und am Rande bemerkt: Komplett durchnäßt. Mal wieder. Aber das war ja ein Merkmal dieser Reise irgendwie. Wir saßen am Fuße des höchsten Wasserfall der Erde und was kommt einem dabei in den Sinn? Richtig,man teilt mit unbekannten Reisegruppenmitgliedern emotionale Geschichten. In diesem Fall hatten wir das Thema Beziehungen. Wenn ich daran denke, muß ich immer noch lachen.

Man konnte kaum fotografieren, das ist noch eines der besten Bilder. Wir sahen ihm direkt ins Auge. Ohne Wolken. Wir waren auch an diesem Punkt immer noch euphorisch über diese Tatsache.

Dann mussten wir den ganzen Weg wieder zurück, es wurde später Nachmittag. Wir saßen am Flussufer und warteten auf unser Taxi zum Camp. Dabei sahen wir das unglaublichste Flußwasser überhaupt.

Und dann, vom anderen Ufer aus, präsentierte sich Salto Angel nochmals von seiner schönsten Seite.

Der Abend war geprägt von tiefem Frieden. Innerer Friede. Zufriedenheit. Barfuß durch den weißen, weichen Sand im Camp laufen. Keine Mücken oder Puripuris. Hähnchen am Lagerfeuer gegrillt. Die nassen Schuhe ans Feuer gestellt. Sich angeschaut und sich zufrieden zugenickt. Dem heftigen tropischen Regenschauer von der Hängematte im Trockenen zugehört und beseelt eingeschlafen.
Am nächsten Morgen ging es zeitig los nach dem Frühstück.
4 Stunden Bootsfahrt zurück nach Canaima, niemand wollte in den Happiness Pool, der Marsch durch Puripuriland musste trotzdem sein und bei Ankunft gab es noch eine Fotosession oberhalb der Canaima-Wasserfall-Orgie.
1.1.14 16:18
 


bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


nic {luzia pimpinella} / Website (2.1.14 16:24)
danke fü's teilen. wie beeindruckend!

das posting muss ich herrn P. zeigen, dem wasserfall-junkie.

liebe grüße und ein frohes neues jahr!
nic


nic {luzia pimpinella} / Website (2.1.14 16:27)
sorry, ich muss mal fragen...

hast du deine fotos in originalgröße hochgeladen? es dauert nämlich ewig bis die laden. kleiner tipp: falls es so sein sollte, würde ich sie für den blog lieber verkleinern.

liebe grüße
nic


Silvi / Website (7.1.14 17:53)
Hallo
Ich habe Deinen Blog eigentlich verfolgt aus dem Stricken heraus.
Ich muss Dir sagen, dass ich Dich bewundere, was Du alles im lezten Jahr geschafft hast, obwohl Du es ja nicht unbedingt einfach hattes. Es war schön zu lesen, dass man viel für sein eigenes Glück tun kann bzw. muss. Du hast es eindrücklch gezeigt.
Tolle Fotos. Diesen Urlaub hast Du dir verdient.

LG Silvi

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