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Die Endlosschleife

Hallo liebe Leser,
wenn ich denn noch welche habe

Ja, es gibt mich noch. Ich hatte lange keine Lust zu bloggen, weil es wenig Erfreuliches zu berichten gab. Und gibt.
Zuerst vorweg: Nein, wir sind immer noch nicht umgezogen. Das hat viele Gründe.
Der erste Grund ist: Dauernd geht durch eine erneute Steuerprüfung die Kohle flöten. Steuerprüfungen in Endlosschleife, einmal auf dem Kicker, immer auf dem Kicker. Wohl für die nächsten Jahre. Und: Geld verdienen um jeden Preis. Ich habe eine Umschulung zur Tourismuskauffrau begonnen, es macht mir sehr viel Spass und es gibt glücklicherweise ALG I. Was uns rettet. Ich aber Vollzeit aus dem Haus bin. Und die Umschulung ist dem Mann ein Dorn im Auge. Schon gut, aber nicht jetzt, sagt er. Es bringt 900,-, Versicherungen, Rentenjahre etc plus ein 2. Standbein für uns, sag ich.
Der zweite Grund ist: Die aus den extrem unschönen Lebenssituationen der Geldnot entstehenden miesen Stimmungsanwandlungen jeglicher Art verschlechterte sich die Familien und Ehesituation extrem, so dass nun auf dem täglichen Tagesplan steht: Trennen oder zusammenbleiben? Dauernde Kräche, die zermürben. Dauernde Vorwürfe, Schuldzuweisungen, Verletzungen und Tränen. Kein Ende in Sicht. Aber: ein Kommunikationstraining begonnen. Es tut gut. Der Ehemann macht mit, aber es ist schwer, im Alltag die gefassten Vorsätze "anzuwenden". Rückfälle an der Tagesordnung. Das Kleinkind muss laufen lernen und fällt dauernd hin.
Mitten drin die Kinder. Furchtbar.
Der dritte Grund ist: Der Mann ist durch Hausmeisteritis der Oberbaustellenkontrolleur und ewiger Misstrauer der Handwerker (manchmal auch zu Recht, klar) und somit geht nichts ohne seinen Fahrplan der Baustelle. Er möchte dauernd selbst zugegen sein, wenn etwas gemacht wird. Das kollidiert mit dem Geldverdienen, logisch.Und das muss er ganz viel als Selbständiger, um die doppelte Belastung der Darlehen ranzubringen. Einfach jemanden beauftragen ist nicht. Fehlt uns ja auch das Geld, siehe Grund 1. Ich habe durch die Umschulung (Schule 5 Tage die Woche von 8h30 - 15h30) keine Zeit, mich dahin zu stellen. Außer, abends abszuschliessen und zu schauen, was gemacht wurde, wenn etwas gemacht wurde. Und da sind ja auch noch die 3 Kinder, die wenigstens ab 17h ein Recht auf zu Hause haben.
Der vierte Grund: Dadurch, dass der Mann weiß, dass ich in das Haus möchte, weil ich es entdeckt habe, ich daran hänge, ich darin unsere Chance (einzige, letzte?) für einen Neuanfang sehe, es mir natürlich eine gewisse Sicherheit verschafft, wenn wir drin wohnen (was ja auch nicht unbedingt der Fall ist), benutzt er das als Druckmittel. Erst, wenn ich mich änder, darf ich da rein. Er möchte nicht mein System leben müssen (ja, ich bin unordentlich und mir ist vieles zu leicht zu schnuppe, auch wenn es mich drückt und zwickt, erfreu ich mich des Lebens, aber ich krieg es auch irgendwie immer hin, irgendetwas zu retten). Er möchte einen Rollentausch, er zu Hause mit den Kindern (die jetzt aus dem gröbsten raus sind, die 2 Schulkinder bis 16h betreut) und ich mache seinen Job. Inzwischen bin ich soweit, dass ich sage, ok, ich gehe nach meiner Ausbildung Vollzeit arbeiten.
Wenn da nicht der fünfte Grund wäre: Mein Misstrauen. Meine Angst. Mein Zögern. Meine Wut. Meine Gedanken. Vor allem, ich traue mich nicht, Tacheles zu reden, ich traue mich nicht, auszusziehen in eine Wohnung mit den Kindern und auf alles zu pfeiffen, ich traue mich nicht, einfach Handwerker zu bestellen, ich traue mich nicht, meinem Herzen einen Ruck zu geben, ich traue mich nicht, einfach abzuspringen oder in die andere Richtung, den Rollentausch anzunehmen, einem vom Burnout und Lebenskrise geschüttelten Mann die Kinder in Obhut zu geben, ohne jegliche psychologische Betreuung, und wenn ich mich traue, meinem Herzen einen Ruck zu geben, dann geht am nächsten die ewige miese Endloschleife aus Frustablassen am anderen, an mir, trotzdem weiter.

Zum Glück habe ich die Ausbildung angefangen. Daraus schöpfe ich Kraft und ich bringe gute Noten nach Hause. Es erfüllt mich, zu lernen und den Kopf zu benutzen. Freue mich, die Kinder abzuholen, ich verbringe gern die paar Stunden am Tag mit ihnen.
Zum Glück habe ich tolle Freunde, eine Mutter, die mich stützt, wie es nur geht.
Zum Glück bin ich ein Grundoptimist, der immer wieder denkt, irgendwie wird es schon gehen. Ich will mich nicht in Frust suhlen. Ich will mich nicht mit gefrustet auf die Couch setzen. Ich will trotzdem ab und an zum Stricktreff gehen. Ich will trotzdem ab und an einfach ein Glas Wein trinken und lachen über Blödsinn. Von fernen Zielen träumen. Ich will auch nicht dauernd mit zusammengebissenen Zähnen in der wenigen freien Zeit durch mein Leben gehen. Ohne schlechtes Gewissen.
Ich weiß auch, dass es ohne aber auch nicht geht. Aber wenigstens ab und an drüber lachen, über all den Scheiss. Meinem Mann ist da nicht nach zu Mute. Ich kann das verstehen, aber es ist auch hausgemacht.

Und so stehen wir da. Ein Haus vor der Nase, wo eigentlich nicht mehr die Welt gemacht werden muss.(130qm² Holzdielen schleifen, 2 Bäder von 3 fertig, 1 reicht zum einziehen, streichen, Therme montieren, Stuckleisten kleben, Elektrik Endmontage, Schreiner kommen lassen, der die fertigen massgefertig´ten Türen und Rahmen schon auf Halde hat- so das ganz Grobe um einziehen zu können) Die Kinder brauchen so dringend ihre eigenen Zimmer. Sie sind die Leidtragenden in der Situation. Das Haus hat eine sehr niedrige Rate. Solch eine günstige Wohnsituation würden wir in Düsseldorf nie! wieder! finden! 7 Zimmer, 3 Bäder, 1 Küche, 400qm Grundstück für 756,- plus NK, noch Fragen??) Die Wohnung würde vermietet und wäre nur ein durchlaufender Posten. Man könnte sie beleihen und würde die Finazamtschulden abbezahlen, wenn sie kommen.

Eine Familie am Abgrund, was für ein trauriges Schauspiel. Ich stehe daneben und schaue zu, dann wilder Aktionismus, und dann wieder Resignation. Kein gemeinsames Gefühl für die Sache Familie, nur ein einziger Stellungskrieg. Ich will es nicht mehr. Und obwohl ich oft das Kriegsbeil begrabe, krieg ich trotzdem einen auf den Kopf geknallt oder vor den Latz.

Und dennoch kann ich nicht gehen.
17.7.12 22:12


19.3.12 22:38


nEuN

Heute vor 9 Jahren war ein genauso schöner, warmer, sonnig-goldener Altweibersommertag wie heute.
Mütterherzensbrecher, Geschwindigkeitsliebhaber, Lachsack, Kichertüte, Sportskanone, Schwesternversteher, Schwesternärgerer, Friedensstifter, Sozialwesen, Selbständiger, Supermarkteinkäufer, Starwarswahnsinniger, heimlicher Rapper und HipHopper, aber auch zögerlicher, immer auf Nummer sicher gehender und eher schüchterner Junge. Deine Freunde sind alles für Dich. Schon so groß. Deine letzte einstellige Ziffer. Nächstes Jahr wirst Du 10!
Ich, Deine Mutter, bin gerne jeden noch so schweren Weg mit Dir gegangen. Du machst mich stolz, ich liebe Dich!
Deine Mama
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14.9.11 12:58


kEeP CaLM and lURE sPrInG

LAGUNENTÜRKIS
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Ein Bonbonpapierchen, ich fand das so nett!
24.2.11 16:39


kEeP CaLM and lURE sPrInG

Peppermint Green
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Strickzeug auf schwimmbadgrünem Boot an der Ostsee
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Oktober 2010, Kellenhusen
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Pfefferminzgrüne Pudelmütze aus Malabrigo Bulky, Farbe "Shark", getragen in Finnland, hier an der zugefrorenen Ostsee in Helsinki, Dezember 2010
17.2.11 15:13


10.2.11 22:23


Hier war Pause

Die letzte Woche hat uns leider die Rüsselpest niedergestreckt. Ich hatte die schlimmste Nebenhöhlenentzündung seit langem. Da war nichts mit Bücken und wienern und fleissig sein. Noch dazu die schnaufenden und hustenden Mädchen...
Ausserdem hab ich kein Papierproblem Zeitschriften werden relativ schnell entsorgt und interessante Seiten selten rausgerissen.
Ich muss mich ab nächster Woche mit der Kommode im Schlafzimmer befassen. Die steht nämlich noch voll. Und eine Chaos Ecke.
LG Eva
6.2.11 15:24


Heute: Papier-Sammlung

Nur 2 Kataloge dürfen bleiben!
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LG Eva
25.1.11 18:05


Heute: Frei!

Denn ich habe keine Erinnerungskisten auf dem Schrank.
Dafür ging es gestern dem Bettwäschefach an den Kragen. Ausmisten konnte ich nur wenig, da wir eh schon wenig Bettwäsche besitzen. Die Kinderbettwäsche bewahre ich im Kinderzimmerschrank auf. Dennoch wurde durch die Umstrukturierung das untere Fach frei....
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und schwupps, war es voll mit meiner Wolle, die seit Monaten frei im Schlafzimmer herumlag.
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Und da das alles so schnell ging, wurde auch gleich die andere Seite ausgemistet, denn dort knuddelten sich schon lange diverse Anziehsachen von mir herum. Und schon wieder entstand ein beachtlicher Altkleidersack.
Nebenher bin ich auch weiter fleissig, jeden Tag ein bisschen und mal ein bisschen mehr, je nach Zeitlage und Zustand der Kinder. Ich hätte nie gedacht, wie wohltuend dieses Ordnung-schaffen sein kann. Mittlerweile bin ich schon fast versessen darauf, nach Rückkehr vom Kinderbringdienst meine Runde durch die Wohnung zu drehen.
LG und schönes Wochenende!
Eva
21.1.11 13:51


Heute: In die Höhe!

Ich hatte es geahnt. Die Staubgrube auf dem mächtigen Kleiderschrank ist heut dran. Zum Glück liegen hier nur 2 Gitarren, ein Jesus und ein Puppenwagenfahrgestell.
Die bleiben da auch, aber ich versuch jetzt mal, dort oben zu saugen.
Gestern hab ich die Ecke 1 nachgeholt, die Ecke 2 war schon erledigt und Ecke 3 auch.
LG Eva
18.1.11 11:01


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